Forschungsschwerpunkte FVTR

    Im Rahmen des Verbundprojekts eta-up übernimmt die FVTR GmbH die Teilaufgabe der Erforschung von experimentellen Verfahren zur hochpräzisen Erfassung der Leistungen und Reibungsverluste sowie deren Aufteilung auf die relevanten Baugruppen am Schiffsmotor. Im Zusammenwirken mit den generierten Simulationsergebnissen der anderen Projektpartner soll zu einer geschlossenen Analyse der Reibungsverluste am Schiffsmotor gelangt werden. Weiterhin werden Medien- und Enthalpieströme am Schiffsmotor experimentell separiert und genau erfasst, um durch gezielte Variation von Durchsätzen und Temperaturniveaus den Einfluss dieser Parameter auf Reibverluste (Wirkungsgrad), Bauteilbeanspruchung und exergetischen Anteil der Abwärmeströme zu analysieren. Basierend auf den entsprechenden Energiebilanzen des Gesamtmotors sollen Konzepte zur Erhöhung des Nutzungsgrads von Schiffsmotoren erforscht werden.

    Im Rahmen der Forschungsarbeiten müssen neuartige, für den Großmotor geeignete experimentelle Analysemethoden erforscht und unter Nutzung der Ergebnisse aus den anderen Teilprojekten zu einer geschlossenen Entwicklungsmethode zusammengeführt werden. Die Arbeiten der FVTR GmbH zur experimentellen Bestimmung der mechanischen Verluste an den Hauptbaugruppen eines Schiffsmotors und zur energetischen Bilanzierung des Schiffsmotors bei neuartigen Betriebsweisen müssen dazu zwingend mit geeigneten numerischen Methoden ergänzt werden, um geschlossene und übertragbare Ergebnisse zum Einfluss unterschiedlicher reibungssenkender Maßnahmen und Betriebsweisen am Großmotor zu erhalten.

    Davon ausgehend sollen Produktentwicklungsprozesse analysiert und beschrieben werden, die zukünftig eine effiziente Übertragung der im Projekt exemplarisch ermittelten Detaillösungen in marktrelevante Produkte und Systeme ermöglichen. Dadurch sollen Innovationszyklen signifikant verkürzt werden. Die im Projekt angewendeten experimentellen und simulationsgestützten Forschungs- und Entwicklungswerkzeuge sollen soweit optimiert und verifiziert werden, dass sie für zukünftige kommerzielle Entwicklungsprozesse unabhängig vom Brennverfahren (d.h. für Diesel-, Dual-Fuel- und Gasmotoren) bereitstehen.

    Die untenstehende Abbildung gibt einen schematischen Überblick über den Prüfstand und seine technische Ausstattung.

     

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